Skip to main content
Wie oft am Tag geben Sie ein Passwort ein? Wahrscheinlich sehr oft. So oft, dass Sie es mittlerweile vermutlich im Autopilot-Modus tun, oder? Dann ist es jetzt an der Zeit, den Autopiloten auszuschalten und Ihre Passwörter genau unter die Lupe zu nehmen – denn starke Passwörter legen den Grundstein für eine solide Cybersicherheit. Mit diesen Tipps für bessere, sicherere (und leichter zu merkende) Passwörter schaffen Sie die besten Voraussetzungen: Resource image

Verwenden Sie Passwörter nicht mehrfach

Statistisch gesehen verwenden auch Sie möglicherweise Passwörter mehrfach. Eine Google-Umfrage ergab, dass 52 % der Menschen Passwörter für mehrere Websites wiederverwenden! Hier erfahren Sie, warum das eine so schlechte Idee ist … Studien zeigen, dass alle 39 Sekunden ein Hackerangriff stattfindet. Häufig erbeuten diese Cyberkriminellen dabei lange Listen mit Benutzernamen und Passwörtern. Da der durchschnittliche Nutzer über 90 Konten besitzt, ist es in der Realität unwahrscheinlich, dass keines Ihrer Konten kompromittiert wurde. Selbst wenn Sie so viel Glück haben, ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit. Sobald ein Cyberkrimineller Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort in die Hände bekommt, versucht er zunächst, sich damit bei anderen Websites anzumelden, um herauszufinden, ob Sie das Passwort für Konten mit sensiblen Informationen doppelt verwendet haben. Wenn jedoch jedes Ihrer Passwörter einmalig ist, begrenzen Sie den Schaden einer Kompromittierung drastisch. Ein Krimineller, der die Zugangsdaten für ein kleines Internetforum erlangt, in dem Sie häufig aktiv sind, kann mit diesem Passwort dann weder auf Ihr Bankkonto noch auf Ihren Kreditüberwachungsdienst oder auf eine Website zugreifen, auf der Ihre Kreditkarteninformationen gespeichert sind.

Was ein Passwort stark macht

Ein Passwort muss also einmalig sein … aber was noch? Die Grundlagen Eine magische Zahl für die Passwortlänge gibt es nicht unbedingt, aber je länger, desto stärker! Es wird empfohlen, mindestens 10–15 Zeichen zu verwenden. Häufig muss ein Passwort Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen enthalten. Wir mögen ein schönes Ausrufezeichen genauso gern wie jeder andere, aber es ist bei den Sonderzeichen ziemlich vorhersehbar. Versuchen Sie stattdessen, Leerzeichen in Ihre Passwörter einzubauen, sofern dies erlaubt ist. Lassen Sie Password123 in Frieden ruhen Nein, „abc123“ ist kein originelles Passwort – und „qwerty“, „iloveyou“ oder „letmein“ ebenso wenig. Jahr für Jahr landen solche Passwörter auf den Listen der „schlechtesten Passwörter“. Meiden Sie Klischees und lassen Sie sich etwas Kreativeres einfallen. Ein originelles Passwort macht Sie nicht nur cybersicherer, sondern bringt auch ein wenig Spaß in Ihren Alltag. Resource image

Passphrasen

Apropos sicherere und unterhaltsamere Passwörter: Haben Sie schon einmal von einer Passphrase gehört? Passphrasen können Insider-Witze sein – oder einfach alles, was unmöglich zu erraten ist! Mit ihnen lassen sich lange, originelle Passwörter erstellen, die Leerzeichen enthalten und leicht zu merken bleiben. Beispielsweise könnte „The N@mes B0nd. J@mes B0nd.“ Ihre Passphrase sein; sie ist lang und enthält Groß- und Kleinschreibung, Leerzeichen, Zahlen und ein Sonderzeichen, um sie besonders sicher zu machen.

Passwortmanager

Wenn Sie jetzt denken: „Ich kann mir unmöglich für jedes Konto starke, einmalige Passwörter merken, selbst wenn ich Passphrasen verwende“, haben wir ein weiteres Geheimnis für Sie: den Passwortmanager. Dabei handelt es sich um Anwendungen, die die Zugangsdaten für jedes Ihrer Konten speichern. Sie müssen sich nur ein einziges starkes Master-Passwort merken, um den Tresor Ihres Passwortmanagers zu öffnen. Sobald Sie angemeldet sind, kann der Manager Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort auf jeder Website automatisch eintragen, sodass Sie nichts mehr eintippen müssen. Ihr Passwort bleibt verschlüsselt, sodass Cyberkriminelle es nicht einsehen können. Zu den beliebten Passwortmanagern zählen unter anderem 1Password, LastPass, NordPass, KeePass und Dashlane. Fragen Sie Ihr Sicherheitsteam oder recherchieren Sie selbst, um den besten Manager für Ihren privaten und beruflichen Gebrauch zu finden. Resource image

Sicherheitsfragen

Sicherheitsfragen sind Ihnen wahrscheinlich nicht fremd; viele Websites verwenden sie, um Ihre Identität zu überprüfen, falls Sie Ihr Passwort vergessen haben. Leider bieten viele Websites Fragen an, deren Antworten sich mit ein wenig Internetrecherche leicht erraten lassen. Der zweite Vorname Ihres Ehepartners lässt sich wahrscheinlich online finden, ebenso der Mädchenname Ihrer Mutter. Sogar Ihr Lieblingsrestaurant, Ihre Lieblingsfarbe und der Name Ihres Geburtsorts lassen sich vermutlich ableiten. Wählen Sie bei Sicherheitsfragen solche aus, deren Antworten sich nicht ohne Weiteres über Ihr Facebook-, LinkedIn-Profil usw. herausfinden lassen.

Multi-Faktor-Authentifizierung

Die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) überprüft Ihre Identität auf mehr als eine Weise. Sie kombiniert etwas, das Sie wissen (in der Regel Ihr Passwort), mit etwas, das Sie besitzen (etwa eine Telefonnummer), und/oder etwas, das Sie sind (etwa ein Fingerabdruck). Durch die Einrichtung von MFA wird es für Cyberkriminelle deutlich schwieriger, in Ihr Konto einzudringen; ein einzelnes Passwort lässt sich wesentlich leichter kompromittieren als ein Passwort, das durch einen zweiten Faktor abgesichert ist. MFA können Sie per Textnachricht, mit einer Code-Generator-App oder mit einem physischen Token nutzen. Textnachrichten sind die unsicherste MFA-Methode. Wenn Sie bei der Einrichtung von MFA für Ihr Konto die Wahl haben, sollten Sie SMS daher nur als letzte Option wählen.

Warum das Teilen von Passwörtern so problematisch ist

Man hat Ihnen gesagt, dass Sie Ihr Passwort nicht weitergeben sollen. Doch wenn Ihr bester Freund Chris Sie nach Ihrem Netflix-Passwort fragt, denken Sie vielleicht: „Das ist schon in Ordnung, ich vertraue Chris.“ Die Sache ist die: Chris muss nicht vertrauensunwürdig sein, damit es keine gute Idee ist, das Passwort mit ihm zu teilen. Selbst wenn Chris Ihr Passwort niemals absichtlich weitergeben würde, kann er Sie dennoch Sicherheitslücken aussetzen. Resource image Wenn Sie Ihr Passwort mit jemandem teilen, setzen Sie sich einer zweiten, völlig anderen Reihe von Cybersicherheitsrisiken aus, über die Sie keinerlei Kontrolle mehr haben. Alle schlechten Cybersicherheitsgewohnheiten Ihres Freundes, Familienmitglieds oder Kollegen gefährden nun Ihre Konten.

Ziehen Sie Ihre Passwörter richtig groß

Nur Sie können Ihren Passwörtern die Pflege geben, die sie brauchen, um groß und stark zu werden. Sie sind Ihr bester Schutz vor Cyberbedrohungen. Laden Sie einen Passwortmanager herunter, entsorgen Sie die alten Passwörter, die Sie immer wieder verwendet haben, und haben Sie ein wenig Spaß dabei, sie durch Passphrasen zu ersetzen, die Ihnen gefallen.