1. Spendenbetrug
Besondere Feiertage erinnern uns daran, wofür wir dankbar sein können. Wenn wir über unser Glück nachdenken, ist es oft ein schöner Anlass, es mit anderen zu teilen – und viele von uns tun das auch! Allein die Amerikaner spendeten 2020 laut National Philanthropic Trust 471,44 Milliarden US-Dollar, 5,1 % mehr als 2019 – und das ist nur ein Bruchteil der weltweiten Spendensummen. Cyberkriminelle wissen, dass große Feiertage wie Thanksgiving, Weihnachten und Neujahr die Hauptzeiten für Spenden sind. Deshalb entwickeln sie raffinierte Betrugsmaschen, um unsere Spendenbereitschaft auszunutzen! Achten Sie auf betrügerische E-Mails, die scheinbar von Wohltätigkeitsorganisationen stammen, und auf Websites, die etwas „seltsam“ wirken. Online ahmen Kriminelle häufig die Namen seriöser Organisationen nach. Prüfen Sie daher die URL besonders genau auf Rechtschreibfehler oder Unstimmigkeiten. So erhalten Sie beispielsweise eine E-Mail von „The European Salvation Army“, obwohl die echte Salvation Army als internationale Marke auf den Zusatz „European“ verzichtet. Oder der Link hat die Endung .com statt .org. Gehen Sie nicht davon aus, dass Telefonanrufe sicherer sind als E-Mails – suchen Sie die Organisation selbst online. Halten Sie eine URL, die Ihnen ein Telefonverkäufer nennt, niemals ohne Prüfung für legitim. Eine Website wie https://www.charitynavigator.org/ kann Ihnen helfen nachzuvollziehen, wohin Ihr Geld gehen könnte. Und wenn Sie sich sicher genug fühlen, einen Beitrag zu leisten, beachten Sie Folgendes:- Prüfen Sie in Ihrem Webbrowser, ob das Schlosssymbol für eine sichere Website angezeigt wird.
- Zahlen Sie nach Möglichkeit mit einer Kreditkarte, nicht mit einer Debitkarte.
- Vermeiden Sie Bargeldspenden, da sie schwerer nachzuverfolgen sind.
2. Betrug bei Lieferungen
Wenn Sie in diesem Jahr online einkaufen, gibt es einige zusätzliche Möglichkeiten, sich und Ihre Familie zu schützen. Vom Diebstahl physischer Waren bis hin zu raffinierten Phishing-Kampagnen nimmt Betrug bei Lieferungen zu – Betrug durch Nichtzahlung und Nichtlieferung ist die zweithäufigste Bedrohung, die vom Internet Crime Complaint Center des FBI gemeldet wird . Eine der häufigsten Varianten ist die Masche „Paket wurde nicht zugestellt“: Der Angreifer sendet eine Phishing-E-Mail im Namen Ihres Paketdienstleisters und behauptet, ein Paket nicht rechtzeitig zugestellt haben zu können. Diese E-Mails können infizierte Links oder Anhänge enthalten, über die Malware heruntergeladen wird. Geschäftliche E-Mails setzen mitunter auf Dringlichkeit, um Sie zu schnellem Handeln zu verleiten: Eine wichtige Lieferung sei aufgehalten worden und werde umgeleitet, wenn Sie nicht auf einen Link klicken, um die Lieferadresse zu bestätigen, oder die abschließende Zahlung veranlassen. Um diese Betrugsmaschen zu vermeiden, sollten Sie zögern, bevor Sie auf Links klicken, Anhänge öffnen oder persönliche Daten an den Absender weitergeben. Überprüfen Sie die Angaben direkt bei der tatsächlichen Quelle, etwa bei Amazon oder Ihrem Lieferanten. Hier finden Sie weitere Ratschläge zur Vermeidung von Betrug bei Lieferungen .3. Reisebetrug
Steigen Sie in diesem Jahr in ein Flugzeug? Das wissen auch Cyberkriminelle und verfassen kurz vor der Weihnachtszeit häufig Phishing-Nachrichten mit gefälschten Angeboten oder Aktionen. So erhalten Sie beispielsweise eine E-Mail mit einem unglaublichen Angebot für Flüge oder ein All-inclusive-Resort, das zu gut klingt, um wahr zu sein. Wahrscheinlich ist es das auch! Überprüfen Sie ein Angebot immer auf der Website des tatsächlichen Anbieters. Die Feiertage sind für Angreifer auch die ideale Zeit, um in das System einer Person einzudringen und von dort aus SMS, E-Mails oder Nachrichten in sozialen Netzwerken an deren Kontakte zu senden, wobei sie sich als vertrauenswürdiger Freund oder Familienmitglied ausgeben. Sie schreiben Ihnen vielleicht über Facebook vom Profil Ihres Freundes: „Ich bin ins Ausland gereist, um meine Familie zu besuchen. Jemand hat mein Portemonnaie gestohlen und ich sitze hier fest. Kannst du mir Geld überweisen, damit ich nach Hause fliegen kann?“ Oder sie versuchen eine ähnliche Betrugsmasche mit Geldüberweisung. Fallen Sie auf diese Reisetricks nicht herein! Wenn Ihr Freund wirklich verreist wäre, wüssten Sie es. Denken Sie daran: Wenn ein Facebook-Konto kompromittiert wurde, können die Angreifer mehrdeutige Bilder posten, die den Eindruck erwecken, die Person sei unterwegs. Ist Ihr Freund tatsächlich auf dem Bild zu sehen? Sogar „Check-ins“ lassen sich fälschen. Wenn Sie eine solche Nachricht erhalten, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um diese häufigen Reisebetrugsmaschen zu prüfen, und rufen Sie Ihren Freund selbstverständlich direkt an.
4. Betrug beim Online-Shopping
Große Rabattaktionen machen Einkaufen in der Weihnachtszeit nahezu unwiderstehlich. Von erheblichen Preisnachlässen über kostenlosen Versand bis hin zu Ratenzahlung: Händler bieten vor, während und nach einem großen Feiertag zusätzliche Kaufanreize. In diesen Zeiträumen werden viele mit einer Flut von E-Mails oder Online-Werbung überschüttet – doch nicht alle sind seriös. Das FBI und andere Behörden erhalten ständig Beschwerden über Betrug beim Online-Shopping, die sie in ihrem jährlichen Internet Crime Report zusammenfassen. Zu den häufig gemeldeten Fällen gehören:- Die bezahlte Ware wird nicht geliefert.
- Websites kopieren Informationen von seriösen Websites, um zu täuschen.
- Die Kontaktangaben unter „Kontakt“ täuschen eine Adresse in einem Land vor, obwohl das Unternehmen anderswo ansässig ist.
- Gutscheine oder Geschenkkarten im Austausch für das Ausfüllen einer Umfrage.
- Weihnachtsgewinnspiele, die ein ahnungsloser Freund über einen Link teilt.
5. Betrug mit Hilfegesuchen bei Abwesenheit
Viele Organisationen bieten über die Feiertage verlängerten Urlaub oder abweichende Geschäftszeiten an – und Cyberkriminelle rechnen damit. Eine häufige Masche bei Abwesenheit ist der Trick „Ich habe keinen Empfang“: Jemand behauptet, über die Feiertage zu verreisen und an seinem Aufenthaltsort weder WLAN noch Mobilfunkempfang zu haben. Möglicherweise bittet die Person Sie, etwas für sie zu erledigen. Gehen Sie vorsichtig vor. Wenn Sie rund um einen großen Feiertag Nachrichten erhalten, überprüfen Sie die Anfrage immer, indem Sie die Person über einen bekannten, legitimen Kanal anrufen oder per Videochat kontaktieren, um zu hören oder zu sehen, ob sie es wirklich ist. Falls sie behauptet, dazu nicht in der Lage zu sein, teilen Sie ihr mit, dass Sie ihr erst helfen können, wenn sie ihre Identität nachgewiesen hat.

