Geräte zu Hause und am Arbeitsplatz absichern
Die massenhafte Verlagerung ins Homeoffice begann zu Beginn der Pandemie und wird auf absehbare Zeit die neue Normalität sein. Wir haben die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verwischt, und das Gleiche gilt für unsere Laptops und Computer. Wo liegt also das Problem? Zum einen sind unsere Arbeitssysteme in der Regel mit deutlich mehr Sicherheitssoftware und Sicherheitsverfahren geschützt. Wie viele von uns nutzen ein VPN für ihre Arbeitssysteme, aber nicht für ihre privaten Systeme? Wie viele von uns haben in ihren WLAN-Netzwerken eine Sicherheitslösung auf Unternehmensniveau im Einsatz? Das eröffnet Cyberkriminellen, die die Sicherheit unserer Daten gefährden wollen, unzählige Möglichkeiten. Es ist heute wichtiger denn je zu wissen, wie man berufliche und private Geräte voneinander trennt und wie man sie sicher hält. Genau darum geht es in der zweiten Woche des National Cybersecurity Awareness Month. BOGO für die Bösewichte Cyberkriminelle sind aktiver denn je, denn diese neue Weltordnung bietet ihnen die ideale Gelegenheit, die niedrigere Sicherheitshürde eines privaten Systems zu überwinden und dann in ein Firmennetzwerk zu wechseln. Sobald sie im Firmennetzwerk sind, haben sie Zugriff auf Tausende weiterer Personen. Warum? Wenn es in Ihrem Firmennetzwerk zu einer Sicherheitsverletzung kommt und Sie Ihren Firmenlaptop genutzt haben, um private E-Mails abzurufen oder auf Ihr Bankkonto zuzugreifen, haben Cyberkriminelle nun Zugriff auf Ihre privaten Daten. Was passiert, wenn Ihr privates Smartphone kompromittiert wird? Wenn Sie es für berufliche Aufgaben genutzt haben, können die Kriminellen nun auf dieselben Unternehmensinformationen zugreifen wie Sie. Für sie ist das ein gefundenes Fressen – und eine Gefahr für Sie und Ihren Arbeitgeber! Aber mein Arbeitssystem ist doch sicher, oder? Ein weiterer verbreiteter und trügerischer Irrglaube ist, dass vom Arbeitgeber bereitgestellte Geräte völlig sicher seien. Niemand würde versuchen, in einen Laptop Ihrer IT-Abteilung einzubrechen, oder? Falsch: Fast jedes System kann kompromittiert werden, es ist nur eine Frage des Zeit- und Arbeitsaufwands, den die Angreifer investieren wollen. Ihre Arbeitsgeräte sind zwar fast immer sicherer als Ihre privaten, aber sie sind nicht unverwundbar. Cyberkriminelle müssen sich bei Unternehmenskonten lediglich mehr anstrengen, doch der Lohn ist es wert. 7 Tipps, wie Sie Ihre Geräte zu Hause und am Arbeitsplatz absichern Damit Sie die Sicherheit Ihrer Geräte zu Hause und am Arbeitsplatz verbessern können, haben wir eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten zusammengestellt:- Trennen Sie Ihre Arbeitsgeräte nach Möglichkeit von Ihren privaten Geräten. Das bedeutet ganz einfach, zwei verschiedene Computer zu nutzen oder zumindest zwei Benutzerkonten auf einem Computer einzurichten.
- Verwenden Sie niemals ungesicherte öffentliche WLAN-Netzwerke, um Ihre privaten oder beruflichen Geräte mit dem Internet zu verbinden. Am besten nutzen Sie generell kein öffentliches WLAN, es sei denn, Sie verwenden ein VPN.
- Nutzen Sie stets das von Ihrem Arbeitgeber bereitgestellte VPN, auch zu Hause und insbesondere in öffentlichen WLAN-Netzwerken.
- Richten Sie für alle Geräte, die Sie verwenden, starke, einmalige und lange Passwörter ein und geben Sie diese niemals an andere weiter. Halten Sie sie geheim und schützen Sie sie mit einem Passwort-Manager.
- Halten Sie alle Ihre Geräte auf dem neuesten Stand und führen Sie regelmäßig Sicherheitsscans durch.
- Wenn Sie einen USB-Stick oder eine externe Festplatte verwenden, prüfen Sie Ihre Geräte auf Viren und Malware. Verwenden Sie niemals einen USB-Stick, wenn Sie nicht sicher sind, woher er stammt.
- Lassen Sie entsperrte Geräte niemals unbeaufsichtigt. Melden Sie sich nach der Arbeit immer ab und bewahren Sie Ihren Firmenlaptop an einem sicheren Ort auf.

