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# Blog – Phishing: Nicht in die Falle tappen

> Phishing ist die häufigste Form des Social Engineering. So erkennen Sie eine verdächtige E-Mail und wissen, was zu tun ist, wenn eine solche in Ihrem Posteingang landet.

Phishing ist die mit Abstand häufigste Form des Social Engineering – ein Fachbegriff dafür, dass Hacker eine besonders überzeugende Geschichte erfinden, um Sie zu einer Handlung zu verleiten oder sich Zugang zu privaten Informationen zu verschaffen. [Tatsächlich werden täglich über 3,1 Milliarden gefälschte E-Mails versendet.](https://www.itgovernance.eu/blog/en/20-cyber-security-statistics-for-2022) Phishing erfolgt meist per E-Mail, Sie können aber auch per SMS oder Telefonanruf Opfer von Phishing werden (sogenanntes Smishing bzw. Vishing).

Ob Sie es im Moment bemerkt haben oder nicht: Mit Sicherheit sind Sie schon einmal auf Phishing-E-Mails gestoßen. Diese E-Mails versuchen oft, Sie dazu zu bringen, auf einen Link zu klicken oder einen Anhang zu öffnen, der Ihr Gerät mit Malware infiziert. Manchmal gehen Phisher auch ganz direkt vor und fragen einfach nach Ihren Zugangsdaten oder persönlichen Informationen (so eine Dreistigkeit!). Auf weitere Arten von Phishing gehen wir gleich noch ein. Konzentrieren wir uns zunächst auf E-Mail-Betrug – schließlich ist E-Mail der häufigste Weg, über den Cyberkriminelle Phishing-Angriffe durchführen.

BEISPIEL: Ein „Lieferant“ schickt Ihnen per E-Mail eine Rechnung für einen Kauf, aber einen Moment ... irgendetwas stimmt hier nicht. Die E-Mail-Adresse gehört gar nicht Ihrem Lieferanten – sie sieht ihr nur sehr ähnlich (amy\@companyname vs. amyb\@c0mpanyname). Sie ist sogar so ähnlich, dass Sie die gefälschte E-Mail-Adresse nicht bemerken, bis Sie beim Herunterladen des angehängten PDFs versehentlich Malware auf Ihrem Gerät installiert haben – oder bis der echte Lieferant Ihnen seine Rechnung schickt und Sie feststellen, dass Sie an einen Phisher gezahlt haben!

### Wie bleiben Sie wachsam?

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Cyberkriminelle sind raffiniert und haben viel Übung darin, mit unfairen Mitteln zu spielen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, Ihr Unternehmen zu schützen. Mit einigen Maßnahmen können Sie Phishing-Betrug vermeiden:

* Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Prüfen Sie die Identität des Absenders, bevor Sie auf eine E-Mail antworten, in der Sie aufgefordert werden, etwas herunterzuladen oder Informationen weiterzugeben. Wenn Ihr „Vorgesetzter“ Sie per E-Mail bittet, Geld zu überweisen, rufen Sie ihn an und lassen Sie sich das bestätigen. Verwenden Sie dafür unbedingt eine Nummer, die Sie bereits gespeichert haben, und nicht eine aus der möglicherweise betrügerischen E-Mail.

* Seien Sie vorsichtig bei Links und Anhängen. Nicht alle Hyperlinks oder Anhänge sind schädlich, doch auf diesem Weg erwischen Phisher die meisten Opfer. Bevor Sie auf einen Link klicken, bewegen Sie den Mauszeiger darüber und prüfen Sie, ob die Ziel-URL seriös aussieht. Wenn der Link verkürzt wurde (z. B. bit.ly- oder goo.gle-Links), gehen Sie mit Vorsicht vor, da Sie nicht wissen können, wohin er Sie führt. Laden Sie ebenso niemals einen Anhang aus einer Ihnen unbekannten Quelle herunter. Wenn Sie einen Anhang öffnen, bewegen Sie den Mauszeiger über die Datei und prüfen Sie die Dateiendung. Handelt es sich um eine .exe-Endung oder um einen Dateityp, den Sie nicht kennen, etwa .Ink usw., öffnen Sie die Datei nicht! Wenn Ihr E-Mail-Anbieter dies ermöglicht, prüfen Sie alle Anhänge auf Viren. Und wenn Sie eine Microsoft-Office-Datei heruntergeladen haben und das Programm Sie fragt, ob Sie „Makros aktivieren“ oder „Inhalt aktivieren“ möchten, tun Sie es nicht! Das Aktivieren von Makros kann dazu führen, dass Ihr Computer kompromittiert wird.

* Melden Sie verdächtige E-Mails! Ganz gleich, ob Ihr Unternehmen in seinem E-Mail-Client eine Schaltfläche „Phishing melden“ bereitstellt oder Sie die zuständige Stelle direkt kontaktieren müssen: Informieren Sie das IT- oder Sicherheitsteam gemäß den Richtlinien und Verfahren Ihres Unternehmens zur Meldung. Leiten Sie eine Phishing-E-Mail am besten nicht an die IT (oder an jemand anderen) weiter, da dies Risiken mit sich bringen kann. Das Letzte, was Sie möchten, ist, dass ein ahnungsloser Kollege genau den Link oder Anhang öffnet, der Ihnen verdächtig vorkommt. Rufen Sie die Person stattdessen an oder schreiben Sie ihr, erklären Sie, was passiert ist, und geben Sie ihr einen Hinweis. Es kann außerdem sinnvoll sein, der Meldung einen Screenshot der betreffenden E-Mail beizufügen.

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#### Bonus-Tipp: Meiden Sie öffentliches WLAN, wenn Sie remote arbeiten

Seien Sie vorsichtig bei öffentlichen Netzwerken ohne Passwortschutz. Leider ist es für einen versierten Hacker ein Leichtes, WLAN-Netzwerknamen zu „fälschen“. Das offene Netzwerk nennt sich vielleicht „Starbucks“, aber ist es das wirklich? Ein Hacker kann ein WLAN-Netzwerk beliebig benennen!

Wenn Sie sich mit öffentlichen Netzwerken verbinden, melden Sie sich darin auf keinen Fall bei beruflichen Konten an. Wenn Sie sich in einem täuschend echten Netzwerk eines Hackers bei beruflichen Konten anmelden, können Sie ihm Einblick in jeden Ihrer Schritte gewähren.

Selbst in einem legitimen Netzwerk kann ein Cyberkrimineller eine öffentliche WLAN-Verbindung gegen Sie einsetzen. Seien Sie misstrauisch bei Benachrichtigungen über scheinbar vertraute Software-Updates (etwa für Spotify oder Ihr Antivirenprogramm), die erscheinen, während Sie mit einem öffentlichen Netzwerk verbunden sind. Dabei kann es sich um gefälschte Meldungen handeln, die ein Hacker einschleust, damit Sie Malware herunterladen.

Wie können Sie solche WLAN-Angriffe vermeiden? Nutzen Sie immer Ihren eigenen persönlichen Hotspot oder ein VPN, wenn Sie kein vertrauenswürdiges WLAN nutzen können.

### Wissen ist Macht!

Wenn Sie mehr über Phishing-Angriffe erfahren, verschaffen Sie sich das Wissen, das Sie brauchen, um die Angreifer zu erkennen. Schon scheinbar Kleines – etwa das Melden einer Phishing-E-Mail an die IT – trägt wesentlich dazu bei, Ihr Unternehmen zu schützen. Zu wissen, worauf man achten muss, ist ein echter ERFOLG, den es zu feiern gilt – gönnen Sie sich also ruhig eine zweite Tasse Kaffee. Sie haben sie verdient.

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